Bundesregierung will kostenlose Mitversicherung für Ehepartner abschaffen

Die Bundesregierung erwägt laut Berichten des „Handelsblatt“, die kostenlose Mitversicherung für Ehepartner in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung zu streichen. Betroffene müssen demnach künftig einen monatlichen Mindestbeitrag von rund 225€ leisten. Die Abschaffung der beitragsfreien Mitversicherung soll für die Regierungskoalition ein zentrales Moment der Reformen in den Bereichen Gesundheit und Pflege werden.

Während die Koalition noch über diese Maßnahme berät und dazu auf eine Vorlage aus dem Gesundheitsministerium wartet, warnt der Deutsche Gewerkschaftsbund vor einer massiven finanziellen Belastung und spricht von einem „Frontalangriff auf Millionen Familien“.

Nach Medienberichten sieht das Modell monatliche Zahlungen von 200€ für die Krankenversicherung und 25€ für die Pflegeversicherung vor. Von dieser Neuregelung sollen lediglich bestimmte Gruppen ausgenommen werden – nämlich die Kinder selbst, sowie Personen, die Kinder unter 6 Jahren erziehen oder die Angehörige pflegen.

Gereon Bollmann, Mitglied des Deutschen Bundestages, stellt klar:

„Da vor allem Frauen ihre Erwerbstätigkeit für die Erziehung oder Pflege unterbrechen, sind sie besonders auf die beitragsfreie Mitversicherung in der Krankenversicherung angewiesen. Eine Abschaffung stellt einen massiven Eingriff auf Familie, Alleinverdiener und Hausfrauen dar. Die unbezahlte Heim- und Hausarbeit wird damit weiter entwertet und nun auch noch mit finanziellen Einbußen bestraft. Dies unterminiert unser System der Solidargemeinschaft und ist ein weiterer Schritt zum Raubbau an der klassischen Familie.

Wir als AfD sprechen uns rigoros gegen diesen Vorstoß zur Streichung der kostlosen Mitversicherung aus. Darüber hinaus steht die AfD an der Seite der Mütter und hat bereits seit Jahren das Konzept der „Kinder-Rente“ ins Spiel gebracht: Um Altersarmut bei Frauen zu verhindern, die aufgrund von Kindererziehung oder Pflege nicht oder nur wenig in die Rentenkasse eingezahlt haben, sollen pro Kind die Rentenansprüche deutliche stärker angerechnet werden, um die Erziehungsleistung im Alter zu honorieren.“

Angriff auf Familie4