CDU schiebt eigenes Bildungsversagen auf die Eltern
Gereon Bollmann kritisiert Äußerungen von Bildungsministerin Dorit Stenke (CDU) zu den PISA-Ergebnissen
Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Dorit Stenke (CDU) hat die schockierenden PISA-Ergebnisse 2025 als „zu erwarten, aber dennoch schockierend“ bezeichnet. In einem Artikel der KN erklärte sie, die Bildungserwartungen der Eltern seien stark zurückgegangen. Bildung stehe bei Familien nicht mehr an erster Stelle – nur noch 11 Prozent der Eltern wünschten sich für ihre Kinder einen Hochschulabschluss.
Dazu erklärt Gereon Bollmann, Mitglied im Familienausschuss des Deutschen Bundestages:
„Ministerin Stenke betreibt hier einen klassischen Ablenkungsversuch. Die Schuld für den PISA-Absturz soll bei den Eltern abgeladen werden – dabei hat die Bildungspolitik der Altparteien über Jahre hinweg versagt. Es ist nicht hinnehmbar, das eigene politische Versagen auf die Familien abzuwälzen.
Nach Artikel 7 Absatz 1 des Grundgesetzes liegt der Bildungsauftrag klar beim Staat, § 4 SchulG-SH regelt klar die Bildungs- und Erziehungsziele. Die Schulen und die Bildungspolitik sind dafür verantwortlich, dass Kinder und Jugendliche die erforderlichen Kompetenzen erwerben. Stattdessen werden Klassen mit Kindern überflutet, die kaum Deutsch sprechen, Leistungsstandards abgesenkt und die Lehrkräfte allein gelassen.
Viele Familien – besonders Alleinerziehende – können Arbeit und Familie kaum noch vereinbaren. Die bisherige Politik hat sie nicht ausreichend unterstützt: Die Betreuungsangebote sind unzureichend, die Belastungen durch hohe Kosten und fehlende Flexibilität enorm. Wer den Eltern vorwirft, Bildung nicht mehr priorisieren zu wollen, ignoriert, dass der Staat selbst die Rahmenbedingungen dafür verschlechtert hat.
Die Ursachen des Niedergangs liegen in der verfehlten Politik – nicht bei den Familien. Die AfD benennt die Probleme klar und ist bereit, sie zu lösen.“
