Die Stadtbild-Debatte hat die Einkaufszentren erreicht

Die von Bundeskanzler Merz ausgelöste Debatte um das veränderte „Stadtbild“ deutscher Kommunen hat jetzt auch die Einkaufscenter erreicht, denn dort gibt es ähnliche Probleme. Das interne Lagebild des Interessenverbandes der Handelsimmobilienwirtschaft GCSP zeigt, dass die Zahl der Delikte in deutschen Einkaufszentren rasant steigt, ebenso die Brutalität der Täter. 2024 wurden 18.276 Vorfälle registriert – ein Plus von 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In drei Vierteln der Fälle hatten die Täter einen Migrationshintergrund.

Zudem stieg der Drogenkonsum um 45 Prozent auf 1389 Fälle. 235 Personen – Mitarbeiter wie Besucher – wurden verletzt. Rund 3455 Hausverbote blieben ohne Wirkung. Der Verband spricht von „Diebstahl auf Bestellung“ und „professionell organisiertem Drogenhandel“. Das Lagebild gilt als repräsentativ für die Branche.

Die Debatte über Sicherheit in Städten muss offen geführt werden. Die Entwicklung muss benannt werden, damit sich etwas ändert – und es gibt Handlungsbedarf. Einkaufszentren sind wichtige moderne Marktplätze, die Schutz verdienen. Es braucht nicht nur waffenfreier Zonen, sondern auch mehr Polizeipräsenz, konsequente Strafverfolgung, sowie Abschiebung von ausländischen Tätern, wo immer möglich.

Stadtbild-Debatte erreicht Einkaufszentren