Geplante Abschaffung der Minijobs: Arbeit lohnt sich immer weniger

Die Rentenkommission hat im Juli umfangreiche Reformvorschläge vorgelegt. Ein zentraler Punkt ist die weitgehende Abschaffung der Minijobs – der geringfügigen Beschäftigung mit einer Verdienstgrenze von 603 Euro im Monat. Betroffen wären laut Minijobzentrale 6,5 Millionen gewerbliche Minijobber, sowie 252.000 in Privathaushalten. Besonders stark vertreten sind die Branchen Handel und Gastronomie; Frauen stellen die Mehrheit (etwa 56 Prozent). Die Beschäftigten zahlen in der Regel keine Sozialabgaben, die Arbeitgeber dafür eine Pauschale von etwas über 30 Prozent. Künftig soll dieser Sonderstatus entfallen. Die Beschäftigten sollen dann selbst in die Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung einzahlen.

Gereon Bollmann, Mitglied im Familienausschuss des Deutschen Bundestages, stellt klar:

„Die Vorteile der bisherigen Regelung liegen auf der Hand: Für Beschäftigte bleibt vom Lohn fast der Bruttobetrag übrig, und die Jobs sind flexibel mit Studium, Familie oder Rente vereinbar, insbesondere auch für Alleinerziehende. Und auch für Arbeitgeber sind Punkte wie Flexibilität und die vereinfachte steuerliche Abwicklung Argumente für Beibehaltung der Minijobs.

Um die wesentliche Kritik von uns als AfD auf den Punkt zu bringen: sowohl für Familien als auch Alleinerziehende sind Minijobs eine elementar wichtige Einkommensstütze. Vor allem Alleinerziehende sind zumeist auf ihren Minijob angewiesen, der häufig neben einer Teilzeitanstellung besteht. Auch hier wieder: Arbeit lohnt sich immer weniger, ja wird gerade zu bestraft.

Die Bundesregierung hat einmal mehr kein Verständnis für die Lebensrealität der Menschen, was sich u.a. auch daran zeigt, daß überhaupt nicht bedacht wird, daß der Wegfall der Minijobs die Schattenwirtschaft, sprich Schwarzarbeit stark ausweiten dürfte.

Die Politik unter der Leitung des völlig überforderten Bundeskanzlers Merz richtet sich weiter gegen das Volk. Sie wird insbesondere Handel und Gastronomie unglaublich hart treffen und zu empfindlichen Einkommensverlusten bei den ohnehin belasteten Bürgern führen. Die Zahl der Insolvenzen wird stark zunehmen und allen wird vom hart erarbeiteten und verdienten Geld am Ende noch weniger im Portemonnaie übrigbleiben.

Einmal mehr sind es die Wurzel unseres Volkes, die Familien und mittelständische Unternehmen, die von hanebüchenen Reformplänen der Bundesregierung belastet und teilweise sogar in den Ruin getrieben werden.

Die Minijobs sind nicht nur beizubehalten, sondern die Verdienstgrenze muß im Gegenteil deutlich angehoben und automatisch an die Inflationsrate gekoppelt werden.“

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