Schleswig-Holstein: Migranten scheitern dreimal häufiger am Schulabschluss

Die Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Schleswig-Holstein verfehlen fast dreimal so oft einen ersten Schulabschluss wie ihre Mitschüler ohne ausländische Wurzeln. Das belegt ein aktueller Bericht des Bildungsministeriums. Im Jahr 2024 verließen 23 Prozent der Schüler mit Migrationshintergrund die Schule ohne Ersten Allgemeinbildenden Schulabschluss (ESA). Unter Schülern ohne Migrationshintergrund lag diese Quote bei nur 7,7 Prozent. Noch deutlicher ist der Unterschied bei der Staatsangehörigkeit: 28,6 Prozent der nichtdeutschen Abgänger gingen ohne ESA ab, bei deutschen Schülern waren es 7,9 Prozent.

Das Kieler Ministerium führt diese Kluft auf zwei sich verstärkende Effekte zurück. Eine Sprecherin von Bildungsministerin Dorit Stenke (CDU) nennt „den Migrationshintergrund – verbunden mit keinen oder nur geringen sprachlichen Kompetenzen – und die soziale Herkunft“. Viele dieser Schüler seien zudem „aufgrund von Kriegs- oder Fluchterfahrung psychosozial beeinträchtigt oder gar traumatisiert“. Dieser Rückstand sei ein klarer „Auftrag“ an die Bildungspolitik, betont das Ministerium und verweist auf laufende Programme zur Förderung in Deutsch und Mathematik, das „Startchancen“-Programm sowie eine verbesserte Ausbildung für Lehrkräfte in Deutsch als Zweitsprache (DaZ). Geplant sind zudem verpflichtende Sprachstandserhebungen bei Viereinhalbjährigen. „Eine einzelne Maßnahme allein wird nicht reichen“, ist man bei der Behörde überzeugt. „Es braucht ein Gesamtkonzept.“

Der schleswig-holsteinische AfD-Bundestagsabgeordnete Gereon Bollmann, Mitglied im Ausschuss für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, erklärt dazu:

„Jährlich verlassen in Schleswig-Holstein etwa 2500 Jugendliche die Schule ohne ESA, 2024 waren es 2713. Das Ministerium schätzt, daß bis zu zwei Drittel von ihnen den Abschluss später im Berufsbildungsbereich nachholen wird – diese rein spekulative Annahme ist für mich reines Wunschdenken. Wir müssen jetzt endlich handeln.

Wir haben bereits mehrfach darauf hingewiesen, daß das allgemeine Bildungsniveau migrationsbedingt dramatisch sinkt. Dies hat verheerende Auswirkungen für unser Bildungssystem, aber auch für den Arbeitsmarkt und unsere Sozialsysteme.

Ein erster Schritt zur Verbesserung dieser Lage ist eine konsequente Remigration. Die zur Ausreise verpflichteten Eltern werden durch die Mitnahme ihrer Kinder nach und nach die Situation in den Schulen deutlich entspannen. Heute können die Lehrkräfte in Klassen mit hohem Migrationsanteil grundlegende Fertigkeiten wie Lesen und Schreiben kaum noch erfolgreich vermitteln. Wenn nicht nur Sprachbarrieren, sondern auch interkulturelle Konflikte den schulischen Alltag bestimmen, ist es nur folgerichtig, dass die Ausbildung von Fachkräften immer schwieriger wird. 

Deshalb fordern wir als AfD neben einem sofortigen Beginn der Remigration eine radikale Wende in der Bildungspolitik. Wir brauchen leistungsfähige und -willige Schüler, die bereit sind, ihren Bildungsweg abzuschließen und ihre Zukunft erfolgreich zu meistern.“

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